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Was sind Add-Ons?

Add-Ons sind die Ausgabe neuer Aktien durch ein Unternehmen, das bereits sein öffentliches Angebot gemacht hat und über ausstehende Aktien verfügt. Add-Ons können verwendet werden, um Bargeld zu beschaffen, neue oder bestehende Projekte zu finanzieren und für erweiterte Operationen zu bezahlen. Add-Ons bringen Geld ein und steigern den Wert eines Unternehmens, aber sie können dazu führen, dass aktuelle Aktien verwässert werden. Add-Ons werden auch als Zweitangebote bezeichnet.

Tiefere Definition

Wenn zusätzliche Aktien von einem Unternehmen ausgegeben werden, besitzen die derzeitigen Investoren einen kleineren Anteil des Unternehmens als vor der Aufstockung. Wenn beispielsweise ein Unternehmen bei seinem Börsengang 100.000 Aktien ausgab und Bob 10.000 Aktien kaufte, besaß er 10 Prozent der Aktien des Unternehmens. Wenn das Unternehmen dann 20.000 zusätzliche Aktien ausgibt und Bob keine zusätzlichen Aktien kauft, besitzt er jetzt 8,3 Prozent der Aktien des Unternehmens. Dies wird als Verdünnung bezeichnet.

Unternehmen werden unter anderem anhand ihres Gewinns pro Aktie gemessen. Wenn die Anzahl der Aktien eines Unternehmens steigt, ohne dass das Einkommen des Unternehmens steigt, sinkt der Gewinn pro Aktie. Verringerte Gewinne pro Aktie führen normalerweise zu einem Rückgang des Aktienkurses. Add-Ons führen jedoch nicht immer zu einer Verwässerung der Aktien, insbesondere wenn das Unternehmen sehr beliebt ist.

Beispiel für Add-Ons

Während Add-Ons für aktuelle Investoren oft als schlecht angesehen werden, ist dies nicht immer der Fall. Wenn ein Unternehmen beispielsweise 10 Milliarden US-Dollar wert war, dann mehr Aktien auf den Markt brachte, 2 Milliarden US-Dollar aufbrachte und dieses Kapital zum Aufkauf eines Konkurrenten verwendete, kann seine Marktkapitalisierung erheblich steigen. Während die Eigentümer dann kleinere Prozentsätze des Kuchens besitzen würden als vor dem Add-On, wäre der Kuchen erheblich gewachsen. Die Eigentümer würden nun kleinere Stücke eines größeren Kuchens besitzen.

Situationen, in denen Unternehmen Kapital aus Add-Ons verwenden, um Schulden zurückzuzahlen oder Schulden zu niedrigeren Zinssätzen zu refinanzieren, können das Ergebnis und die finanzielle Gesundheit der Unternehmen verbessern. Darüber hinaus können Ratingagenturen die Unternehmen hochstufen, weil sie weniger Schulden haben. Dies kann langfristig zu einem erhöhten Shareholder Value führen und als positiver finanzieller Schritt angesehen werden.

Unternehmen machen manchmal sekundäre Aktienangebote, um bestehenden Investoren den Verkauf einer großen Anzahl von Aktien zu ermöglichen. So kann es beispielsweise zu Secondary-Equity-Angeboten kommen, wenn ein Großinvestor, z. B. der Gründer einer Private-Equity-Gesellschaft, eine größere Anzahl von Aktien verkauft, die im normalen Handelsverlauf nur schwer zu verkaufen wären. Da diese Aktien bereits im Umlauf waren, verwässern sie das Ergebnis je Aktie nicht und wirken sich daher nicht negativ auf die Aktie aus.

Optionsscheine und Optionen schützen einzelne Anleger vor Verwässerung. Beide Instrumente ermöglichen es Anlegern, Aktien zu vorher festgelegten Preisen zu kaufen. Aktienoptionen geben dem Inhaber das Recht, ausstehende Aktien zu einem vorher festgelegten Preis zu kaufen. Optionsscheine hingegen werden direkt von der Gesellschaft ausgegeben und von der Gesellschaft produziert, indem sie neue Aktien schaffen.

Impact Day bezieht sich auf den Tag, an dem das Unternehmen seine Sekundäraktien der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt. Nachdem die Aktien veröffentlicht wurden, kann der Aktienkurs schnell fallen.

Add-Ons können zwar aktuelle Anleger in Panik versetzen, aber sie sind nicht immer ein Zeichen von Untergang und Finsternis. Unternehmen, die ihr Kapital verwenden, um Schulden zu tilgen, ihr finanzielles Ergebnis zu verbessern oder solide Geschäftsinvestitionen zu tätigen, treffen möglicherweise kluge Entscheidungen, die den derzeitigen Aktionären langfristige Gewinne einbringen. Eine kurzfristige Verwässerung kann zu langfristigen Gewinnen für Anleger führen, die bereit sind, die Fahrt durchzuhalten.

Höhepunkte

  • Die Ausgabe zusätzlicher Aktien verringert jedoch den Eigentumsanteil bestehender Investoren, was sie bei den meisten Aktionären zutiefst unbeliebt macht.

  • Neue Eigentumseinheiten werden geschaffen und an Investoren weiterverkauft, um Barmittel zur Finanzierung neuer Projekte zu beschaffen, den Betrieb zu erweitern oder laufende Betriebskosten zu decken.

  • Auf diesem Weg können Unternehmen ihre Kassen aufbessern, ohne Rückzahlungs- und Zinsverpflichtungen eingehen zu müssen.

  • Add-ons sind zusätzliche Aktien, die von einem bereits an die Börse gegangenen Unternehmen ausgegeben werden.