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Versicherungsmathematischer Gewinn oder Verlust

Versicherungsmathematischer Gewinn oder Verlust

Was ist ein versicherungsmathematischer Gewinn oder Verlust?

Versicherungsmathematischer Gewinn oder Verlust bezieht sich auf eine Erh√∂hung oder Verringerung der Prognosen, die zur Bewertung der Verpflichtungen eines leistungsorientierten Pensionsplans eines Unternehmens verwendet werden. Die versicherungsmathematischen Annahmen eines Pensionsplans werden direkt vom Abzinsungssatz beeinflusst, der zur Berechnung des Barwerts der Leistungszahlungen und der erwarteten Rendite des Planverm√∂gens verwendet wird. Das Financial Accounting Standards Board (FASB) SFAS Nr. 158 verlangt, dass der Finanzierungsstatus von Pensionsfonds in der Bilanz des Plantr√§gers ausgewiesen wird. Dies bedeutet, dass die Rentenverpflichtungen, die Fondsperformance und die finanzielle Gesundheit des Plans regelm√§√üig aktualisiert werden.ÔĽŅÔĽŅJe nach Planteilnahmequoten, Marktentwicklung und anderen Faktoren kann der Rentenplan einen versicherungsmathematischen Gewinn oder Verlust in Bezug auf seinen prognostizierten Nutzen erfahren Verpflichtung.

W√§hrend diese Rechnungslegungsvorschriften verlangen, dass Pensionsverm√∂genswerte und -verbindlichkeiten in der Bilanz eines Unternehmens zum Marktwert bewertet werden,. erm√∂glichen sie es, dass versicherungsmathematische Gewinne und Verluste oder √Ąnderungen versicherungsmathematischer Annahmen durch das Gesamtergebnis im Eigenkapital amortisiert werden, anstatt direkt in das Einkommen zu flie√üen Aussage.

Versicherungsmathematischen Gewinn oder Verlust verstehen

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste lassen sich am besten im Kontext der gesamten Rentenbilanzierung verstehen. Sofern nicht anders vermerkt, bezieht sich diese Definition auf die Pensionsbilanzierung nach den allgemein anerkannten US-amerikanischen Rechnungslegungsgrundsätzen (GAAP). Während US GAAP und International Financial Reporting Standards (IFRS) ähnliche Grundsätze zur Bewertung von Pensionsverpflichtungen vorschreiben, gibt es wesentliche Unterschiede in der Art und Weise, wie die beiden Standards Pensionskosten in der Gewinn- und Verlustrechnung ausweisen, insbesondere bei der Behandlung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten.

Der Finanzierungsstatus stellt den Nettoverm√∂genswert oder die Nettoverbindlichkeit im Zusammenhang mit den leistungsorientierten Pl√§nen eines Unternehmens dar und entspricht der Differenz zwischen dem Wert des Planverm√∂gens und der voraussichtlichen Leistungsverpflichtung (PBO) f√ľr den Plan. Die Bewertung des Planverm√∂gens, bei dem es sich um die zur Finanzierung der Planleistungen zur√ľckgestellten Investitionen handelt, erfordert Ermessensentscheidungen, beinhaltet jedoch keine Verwendung versicherungsmathematischer Sch√§tzungen. Die Bemessung des PBO erfordert jedoch die Verwendung versicherungsmathematischer Sch√§tzungen, und es sind diese versicherungsmathematischen Sch√§tzungen, die zu versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten f√ľhren.

Es gibt zwei Hauptarten von Annahmen: wirtschaftliche Annahmen, die modellieren, wie sich die Marktkr√§fte auf den Plan auswirken, und demografische Annahmen, die modellieren, wie sich das Teilnehmerverhalten voraussichtlich auf die gezahlten Leistungen auswirkt. Zu den wesentlichen wirtschaftlichen Annahmen geh√∂ren der zur Diskontierung zuk√ľnftiger Mittelabfl√ľsse verwendete Zinssatz, die erwartete Rendite auf das Planverm√∂gen und die erwarteten Gehaltssteigerungen. Zu den wichtigsten demografischen Annahmen geh√∂ren die Lebenserwartung, die erwartete Dienstzeit und das erwartete Rentenalter.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste f√ľhren zu Volatilit√§t der Ergebnisse

Von Periode zu Periode kann eine √Ąnderung einer versicherungsmathematischen Annahme, insbesondere des Abzinsungssatzes, zu einer signifikanten Erh√∂hung oder Verringerung des PBO f√ľhren. Wenn diese Anpassungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden, verf√§lschen sie m√∂glicherweise die Vergleichbarkeit der Finanzergebnisse. Daher werden diese Anpassungen nach US-GAAP √ľber das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst und √ľber die Zeit in der Gewinn- und Verlustrechnung abgeschrieben. Nach IFRS werden diese Anpassungen im sonstigen Ergebnis erfasst, aber nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung amortisiert.

##Fu√ünotenangaben enthalten n√ľtzliche Informationen zu versicherungsmathematischen Annahmen

Rechnungslegungsvorschriften erfordern detaillierte Offenlegungen in Bezug auf Pensionsverm√∂genswerte und -verbindlichkeiten, einschlie√ülich der Aktivit√§ten von Periode zu Periode in den Konten und der Schl√ľsselannahmen, die zur Messung des Finanzierungsstatus verwendet werden. Diese Angaben erm√∂glichen es den Abschlussadressaten zu verstehen, wie sich die Pensionspl√§ne eines Unternehmens auf die Finanzlage und das Betriebsergebnis im Vergleich zu fr√ľheren Perioden und anderen Unternehmen auswirken.

Höhepunkte

  • Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste entstehen, wenn sich die Annahmen √§ndern, die der voraussichtlichen Leistungsverpflichtung eines Unternehmens zugrunde liegen.

  • Rechnungslegungsvorschriften verlangen von Unternehmen, sowohl die Pensionsverpflichtungen (Verbindlichkeiten) als auch die zu ihrer Deckung vorgesehenen Verm√∂genswerte anzugeben. Dies zeigt den Anlegern die allgemeine Gesundheit der Pensionskasse .

  • Alle leistungsorientierten Pensionspl√§ne werden regelm√§√üig versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste erfahren, wenn wichtige demografische Annahmen oder wichtige wirtschaftliche Annahmen, aus denen das Modell besteht, aktualisiert werden.