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Option des Verkäufers

Option des Verkäufers

Was ist die Option eines Verkäufers?

Eine Verkäuferoption, die häufig in Verbindung mit einem Terminkontrakt verwendet wird, gibt dem Verkäufer das Recht, einige der Spezifikationen eines Derivatvertrags zu wählen – wie beispielsweise Zeitpunkt und Ort der Lieferung des zugrunde liegenden Wertpapiers oder Rohstoffs.

Die Option eines Verkäufers verstehen

Eine Verkäuferoption wird am häufigsten in Terminkontrakten oder „Forwards“ für physische Rohstoffe eingesetzt. Es ist hilfreich, um die physische Lieferung nachzuholen, ohne sich so viele Gedanken über die strengen Spezifikationen machen zu müssen, die in standardisierten Verträgen, wie z. B. börsennotierten Futures - Kontrakten, festgelegt sind.

Ein Futures-Kontrakt ist eine rechtliche Vereinbarung zum Kauf oder Verkauf einer bestimmten Ware oder eines bestimmten Wertpapiers zu einem vorher festgelegten Preis zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft. Sie sind hinsichtlich Qualität und Quantität standardisiert, um den Handel an einer Terminbörse zu erleichtern. Im Gegensatz dazu ist ein Terminkontrakt ein maßgeschneiderter Vertrag zwischen zwei Parteien, einen Vermögenswert zu einem bestimmten Preis an einem zukünftigen Datum zu kaufen oder zu verkaufen. Terminkontrakte können auf eine bestimmte Ware, einen bestimmten Betrag und ein bestimmtes Lieferdatum zugeschnitten werden. Sie werden nicht an einer zentralen Börse gehandelt und gelten als OTC-Instrumente (Over-the-Counter).

Wenn es um landwirtschaftliche und natürliche Rohstoffe geht, kann das Sammeln geeigneter Mengen der Waren und die Bereitstellung von Transportmitteln für deren Lieferung ein sehr komplizierter und kostspieliger Prozess sein.

Beispielsweise kann ein Terminkontrakt für Mais 5.000 Scheffel darstellen und ein Kontrakt für Öl 10.000 Barrel. Da Hedger – die nicht standardisierte Natur eines Terminkontrakts macht ihn besonders geeignet für die Absicherung – dazu neigen, eine große Anzahl von Kontrakten zu einem bestimmten Zeitpunkt zu kaufen, muss ein Terminkontraktverkäufer möglicherweise Hunderttausende von Scheffel Mais oder Ölfässer während einer einzigen Lieferung liefern Fenster.

Den Vertragshändlern etwas Spielraum zu geben, kann manche Schwierigkeiten bei der Lieferlogistik entschärfen. Sie können sich beispielsweise dafür entscheiden, die Waren in getrennten Chargen zu liefern. Eine Verkäuferoption kann auch eine gewisse Flexibilität in Bezug auf das genaue Abrechnungsdatum und das Lieferdatum bieten.

Die Entscheidungen über die Qualität und die Lieferspezifikationen der gelieferten Ware oder des Vermögenswerts müssen jedoch innerhalb aller vorab festgelegten Grenzen liegen, die durch die Vertragsbedingungen auferlegt werden – beispielsweise kann ein Vertrag eine Begrenzung für eine Verlängerung des Liefertermins vorsehen. Der Vertrag muss bei Vertragsabschluss eindeutig als Verkäuferoption gekennzeichnet sein. Und natürlich muss der Käufer den vom Verkäufer vorgeschlagenen Optionen und Anpassungen zustimmen.

Eine Verkäuferoption kann sich auch auf eine Put - Option beziehen, da der Inhaber eines Put das Recht hat, das zugrunde liegende Wertpapier zu einem bestimmten Preis zu verkaufen.

Besondere Überlegungen: Günstigste Lieferung

Eine Verkäuferoption kommt auch in Rentenderivatmärkten mit CTD-Kontrakten ( billigst zu liefernde Verträge) ins Spiel. Es gibt dem Short in einem Forward-Kontrakt die Möglichkeit, mit der Long-Seite des Kontrakts zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass die Lieferung erfüllt wird, wobei der Verkäufer jedoch im Rahmen des Kontrakts genau auswählen kann, was er liefern möchte.

Dieses Merkmal ist bei Futures-Kontrakten für US-Staatsanleihen üblich, die normalerweise angeben, dass jede qualifizierte Staatsanleihe geliefert werden kann, solange sie innerhalb eines bestimmten Laufzeitbereichs liegt und einen bestimmten Kuponsatz hat.

Die Bestimmung des billigsten zu liefernden Wertpapiers ist für die Short-Position wichtig, und diese Option des Verkäufers macht es für den Verkäufer vorteilhaft, ein bestimmtes Wertpapier zur Lieferung einem anderen in seinem Buch vorzuziehen, um seinen Gewinn zu maximieren. Da jedoch davon auszugehen ist, dass die Short-Position in einem Futures-Kontrakt immer das günstigste Wertpapier liefern wird, bepreist der Markt diese Futures-Kontrakte in der Regel ohnehin auf Basis des CTD-Wertpapiers.

Höhepunkte

  • Die Verkäuferoption ist nützlich, um sicherzustellen, dass die physische Lieferung von Verkäufern durchgeführt werden kann, die ein wenig Flexibilität benötigen.

  • Eine Verkäuferoption räumt dem Verkäufer eines Forwards das Recht ein, einige der Kontraktspezifikationen zu wählen.

  • Eine Verkäuferoption kommt auch in Rentenderivatmärkten mit CTD-Kontrakten (billigste Lieferung) ins Spiel.

  • Dazu gehören häufig Zeitpunkt und Ort der Lieferung des zugrunde liegenden Wertpapiers oder Rohstoffs, der Gegenstand des Kontrakts ist.